Allgemein · bulimie

Tag X – oder wie ich es mir vorgestellt habe mit Bulimie aufzuhören 

Realität und Vorstellungen liegen sehr weit ausseinander. Ich hätte sie gerne komprimiert und eng umschlungen. Einfach aufhören und gut ist. So war der Plan. Ich habe also ein ernstes Wörtchen mit Herrn B gesprochen:

Ich möchte..

  1. Meine Zeit besser investieren. In das Leben, meine Wünsche und meine Hobbys
  2. Keine Halsschmerzen mehr und das Gefühl, dass ein Frosch im Hals sitzt
  3. Mein Geld besser investieren
  4. Essen genießen, neues probieren und entdecken – ohne das es in der Toilette landet
  5. Selbst entscheiden, wann ich wirklich hungrig bin
  6. In Maßen und nicht in Massen essen
  7. Nicht mehr nach k* riechen
  8. Meine Klamotten nicht ansauen
  9. Das Klo nicht jedesmal akribisch putzen
  10. Schmerzen im Bauch nach dem überfressen


Diese Liste lässt sich sicherlich erweitern, aber tatsächlich ist das allerschlimmste der Zeitverlust für mich. Es frustriert mich, die Zeit auf der Toilette zu verplanen, anstatt Dinge zu tun die mir Spaß machen.

Aber jetzt zu Tag X.

Ich habe mir also vorgenommen, nicht zu k*. Es hat sich nämlich seit meiner Krankschreibung eine gewisse Routine eingebürgert, diese gilt es nun wieder zu durchbrechen. Ich habe es Herrn B gesagt. Was passiert?

Meine ganzen Gedanken kreisen um das Essen. Ich habe mir keine Verbote gestellt und es mir vorgenommen regelmäßig zu essen. Was passiert ? Ich könnte durchgehend Essen. Ich Frühstücke und hab schon wieder Hunger.  Das war sonst nicht so schlimm. Ich hab gegessen und es kam vor das ich es erbrochen habe, aber meist war/ist es ein geplanter Fressanfall am Abend.

Also futterte ich so vor mich hin, bis es Abend wurde. Habe gekocht und das kochen hat mich beruhigt. Ich war mir eigentlich sicher keinen Hunger zu haben, gegessen habe ich trotzdem. Natürlich gab es dazu Salat. Und dann fing es an. Ich habe heute einen Kuchen gebacken, mein Freund hat morgen Geburtstag. Konnte mich nicht zurückhalten und hab immer wieder probiert.

Kurz gedacht „ach ist doch egal..Morgen dann“ aber nein! So nicht Herr B.!! Da wolltest mich also austricksen. Und weißt du was? Jetzt musst du es aushalten.

Was muss er aushalten?

  1. Schmerzen im Oberbauch
  2. Gedankenkreisen

Klar, könnte ich jetzt das K* Ventil öffnen. Aber wieso? Es bringt doch nichts. Damit ich wieder ne Stunde auf dem Klo sitze? Da hätte ich auch mehr essen können. So tut mir jetzt der Bauch weh, aber sowas passiert. Vielleicht lernt mein Körper dann auch wieder „stopp“ zu sagen.

Jetzt ist es gleich 21:30 Uhr- ich werde mich gemütlich ins Bett legen. Wärmflasche und TV schauen. Nö, also heute, heute lass ich das K*. Ich hab das Rauchen „notgedrungen“ im Dezember beendet, dann könnte ich das k* auch ablegen.

Einfach, weil ich meine Zeit anders nützen möchte.

2 Kommentare zu „Tag X – oder wie ich es mir vorgestellt habe mit Bulimie aufzuhören 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s